Packshot: das saubere Produktbild, das im Shop verkauft
Was ein Packshot ist, wofür er dient und wie er entsteht, aus einem Fotostudio in Wien.
Ein Packshot ist die schlichteste und zugleich wichtigste Aufnahme im E-Commerce: das Produkt sauber freigestellt auf reinweißem Hintergrund, ohne Requisiten, ohne Ablenkung. Genau dieses Bild sehen Ihre Kundinnen und Kunden zuerst, auf der Artikelseite, im Suchergebnis und in der Kategorieübersicht. Weil 78 Prozent der Menschen in Österreich 2025 mindestens einmal online gekauft haben, entscheidet oft der Packshot darüber, welcher Artikel überhaupt angeklickt wird. Deshalb lohnt es sich, dieses eine Bild richtig gut zu machen.
Dieser Ratgeber erklärt, was einen Packshot ausmacht, worin er sich vom Ambiente- oder Moodbild unterscheidet und welche technischen Anforderungen er erfüllen muss. Außerdem zeigen wir, worauf Shop, Amazon und Katalog jeweils bestehen und wie sich auch große Serien effizient produzieren lassen. Für die konkrete Umsetzung finden Sie die Details auf unserer Seite zur Produktfotografie.
Ein Packshot ist die Aufnahme eines Produkts, das sauber freigestellt und meist auf reinweißem Hintergrund isoliert gezeigt wird. Der Begriff kommt nämlich aus dem Englischen und meint wörtlich die Aufnahme einer Packung oder Ware. Heute steht der Packshot zudem für jedes nüchterne Verkaufsbild, das den Artikel klar in den Mittelpunkt rückt. Sein Zweck ist nie Dekoration, sondern Verkauf: Der Packshot ersetzt im Shop das Anfassen, das Drehen in der Hand und das Prüfen aus der Nähe.
Anders als ein Handyfoto auf dem Schreibtisch folgt ein professioneller Packshot festen Regeln. Gleichmäßiges Licht, ein nahtloser Hintergrund, korrekte Farben und Schärfe an der richtigen Stelle sorgen dafür, dass die Ware wertig und vertrauenswürdig wirkt. Somit ist der Packshot der Standard für Artikelseiten, Marktplätze und Preisvergleiche, weil er sich in jedes Shop-Layout einfügt und den Artikel ohne Ablenkung zeigt.
Bevor jemand eine Beschreibung liest oder auf den Preis schaut, hat er den Packshot bereits gesehen und bewertet. Auf einer Kategorieseite mit zwanzig Kacheln nebeneinander entscheidet die Bildqualität, welcher Artikel geöffnet wird. Wer hier mit einheitlichen, klaren Aufnahmen antritt, gewinnt daher die erste Runde, noch bevor über Sortiment oder Preis gesprochen wird. Zudem stärkt ein sauberer Freisteller den Eindruck, dass hinter dem Shop ein Betrieb steht, der auf Details achtet.
Die Begriffe überschneiden sich, meinen aber nicht exakt dasselbe. Ein Freisteller bezeichnet das saubere Ausschneiden des Produkts vom Hintergrund, ein Packshot ist die fertige Aufnahme, die genau so entsteht. Das Produktfoto ist wiederum der Oberbegriff für jede fotografische Darstellung von Waren, insbesondere im Onlinehandel. Wer die Feinheiten der ganzen Disziplin nachlesen möchte, findet sie in unserem Ratgeber zur Produktfotografie. Eine kompakte Erklärung, was ein gutes Bild grundsätzlich ausmacht, bietet außerdem unser Beitrag zum Thema Foto.
Der Packshot zeigt das Produkt nüchtern und isoliert, das Ambiente- oder Moodbild zeigt es in Verwendung. Beide Bildarten haben ihren Platz, sie lösen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Deshalb lohnt es sich, den Unterschied zu kennen, bevor Sie ein Shooting beauftragen. So bestellen Sie gezielt das, was Ihr Sortiment wirklich braucht.
Ein Packshot auf weißem Grund macht Artikel vergleichbar und passt in jede Layout-Kachel. Er beantwortet außerdem die sachlichen Fragen: Wie sieht das Produkt aus, welche Form hat es, wie wirken Farbe und Oberfläche? Für Amazon und Google Shopping ist genau dieser weiße Hintergrund sogar vorgeschrieben. Der Packshot ist somit die Pflichtübung, ohne die eine Artikelseite gar nicht auskommt.
Das Ambiente- oder Moodbild dagegen weckt Gefühl. Die Kaffeetasse steht auf dem gedeckten Frühstückstisch, die Uhr sitzt am Handgelenk, die Kerze brennt im wohnlich beleuchteten Raum. Solche Aufnahmen helfen der Kundschaft, sich den Artikel im eigenen Alltag vorzustellen, und sie eignen sich für Kampagnen, Social Media und die oberen Bereiche einer Landingpage. Allerdings ersetzen sie den Packshot nicht, sondern ergänzen ihn. Am stärksten wirken beide zusammen, wie unser Ratgeber zur E-Commerce-Fotografie zeigt.
In der Praxis führt der Packshot die Artikelseite an, die Ambiente-Bilder folgen als Nummer zwei bis fünf. Bei Lebensmitteln und Getränken geht der Packshot fließend in Foodfotografie über, für die eigene Regeln zu Frische und Anrichten gelten. Bei Schmuck oder Uhren wiederum verlangt schon der Packshot ein besonders kontrolliertes Setup, wie es unsere Schmuckfotografie beschreibt.
Ein guter Packshot entsteht aus Technik, die im fertigen Bild verschwindet. Man sieht dem Foto das Licht nämlich nicht an, man sieht nur ein Produkt, das plastisch, farbtreu und sauber vor einem ruhigen Hintergrund steht. Damit das gelingt, kommt es auf einige Punkte an, die zusammenspielen müssen.
Viele unterschätzen, wie schwer echtes Weiß ist. Ohne gezieltes Anleuchten bekommt der Hintergrund einen graublauen, leicht milchigen Ton, also alles außer 255. Werte um 240 bis 250 sehen für das Auge weiß aus, gelten technisch aber nicht als weißer Hintergrund, und die Algorithmen großer Marktplätze erkennen das. Deshalb endet ein professioneller Packshot fast immer mit sorgfältigem Freistellen und dem Unterlegen von sauberem Weiß.
Über die reine Aufnahme hinaus zählt die Post-Produktion. Zunächst werden Freisteller präzise vom Hintergrund gelöst, danach Staub und Fingerabdrücke retuschiert, Farben angeglichen und die Dateien für den jeweiligen Kanal exportiert. Dieser unsichtbare Teil macht aus einer guten Aufnahme ein verkaufsfertiges Bild. Ein eingerichtetes Fotostudio in Wien mit fester Licht- und Kameratechnik arbeitet dabei schneller und konstanter als ein improvisierter Aufbau. Wer die Grundlagen selbst ausprobieren möchte, findet erste Hinweise in unserem Beitrag Produktfotos selbst machen.
Jeder Kanal stellt eigene Anforderungen an den Packshot, und wer sie ignoriert, riskiert eine gesperrte Artikelseite. Ein Bild, das im eigenen Shop gut aussieht, erfüllt jedoch nicht automatisch die Vorgaben von Amazon oder Google. Daher lohnt es sich, den Einsatzort schon vor dem Shooting zu klären.
Amazon schreibt für das Hauptbild einen reinweißen Hintergrund (RGB 255, 255, 255) vor, das Produkt muss mindestens 85 Prozent der Bildfläche einnehmen, und Text, Logos oder Wasserzeichen sind tabu. Empfohlen sind mindestens 1.000 Pixel an der längsten Kante, damit die Zoomfunktion greift, besser deutlich mehr. Die vollständigen Vorgaben stehen im Produktbild-Leitfaden von Amazon Seller Central. Für Händler, die gezielt auf dem Marktplatz verkaufen, haben wir die Details zu Amazon-Produktfotos in einem eigenen Bereich aufbereitet.
Für Google Shopping muss das Bildlink-Attribut auf ein echtes Produktbild in ausreichender Größe verweisen; Google empfiehlt mindestens 1.500 x 1.500 Pixel für eine gute Darstellung. Die Details erklärt die Google-Merchant-Center-Hilfe zum Bildlink. Im eigenen Shop haben Sie mehr Freiheit, sollten aber ein festes Seitenverhältnis, eine einheitliche Auflösung und den Farbraum sRGB fürs Web wählen. Für Amazon-Serien lohnt zudem ein Blick in unseren Ratgeber zur Amazon-Produktfotografie.
Der gedruckte Katalog verlangt hochauflösende Dateien und oft ein anderes Beschnittmaß als der Shop. Wer beides aus einem Shooting bedienen will, plant das vorher ein: genug Rand um das Produkt, damit sowohl das quadratische Shop-Bild als auch das querformatige Katalogbild aus derselben Aufnahme entsteht. So sparen Sie sich einen zweiten Termin. Diese Doppelnutzung auf einen Blick:
| Kanal | Hintergrund | Auflösung / Format |
|---|---|---|
| Amazon Hauptbild | reinweiß, Produkt 85 % | min. 1.000 px, JPEG, sRGB |
| Google Shopping | reinweiß empfohlen | min. 1.500 x 1.500 px, sRGB |
| Eigener Onlineshop | weiß oder Marken-Look | einheitliches Seitenverhältnis, sRGB |
| Print / Katalog | frei nach Layout | 300 dpi, oft CMYK |
Ein einzelner schöner Packshot reicht selten. Sobald ein Shop wächst, wird Einheitlichkeit zur eigentlichen Aufgabe: gleicher Bildausschnitt, gleiches Licht, gleicher Abstand zum Rand über alle Artikel hinweg. Nur dann wirkt eine Kategorieseite aufgeräumt statt zusammengewürfelt. Deshalb behandeln wir große Mengen von Anfang an als Serie, nicht als Aneinanderreihung von Einzelbildern.
Bei einer Packshot-Serie steht der Aufbau nur einmal. Danach läuft die Aufnahme seriell, ein Artikel nach dem anderen, im identischen Licht und aus derselben Perspektive. Das senkt den Preis pro Bild deutlich, denn der teure Teil, das Einrichten von Licht und Kamera, fällt nur ein einziges Mal an. Ein Shooting mit 50 Artikeln kostet pro Stück somit einen Bruchteil einer einzelnen Aufnahme.
Wer sein Set einmal sauber definiert und dokumentiert, kann Monate später Nachschub im identischen Stil fotografieren lassen. Dadurch tanzt kein Neuzugang aus der Reihe, und die Kategorieseite bleibt ruhig. Insbesondere Händler mit ständig wechselndem Sortiment profitieren davon, weil sie den Look nicht bei jeder Lieferung neu erfinden. Wie Unternehmen ihre gesamte Bildproduktion bündeln, zeigt unsere Fotoagentur, und Beispiele umgesetzter Projekte finden Sie in unseren Referenzen. Wenn ein Produkt in Bewegung mehr überzeugt als im Stand, ergänzt die Videoproduktion die Packshot-Serie um kurze Clips.
Ein Packshot-Shooting kostet nicht deshalb etwas, weil jemand auf den Auslöser drückt, sondern wegen allem drumherum: Konzept, Aufbau, die Aufnahme jeder Ansicht, das Freistellen und die Retusche jedes Bildes sowie der Export für die verschiedenen Kanäle. Wer diese Faktoren kennt, kann ein Angebot einschätzen, statt nur auf den Endbetrag zu starren.
Zunächst klären wir, welche Artikel fotografiert werden, welche Ansichten pro Produkt nötig sind und für welche Kanäle die Bilder gedacht sind. Danach wird die Ware angeliefert oder vorbeigebracht, gereinigt und für die Aufnahme vorbereitet. Anschließend läuft das Shooting seriell, damit der Look konstant bleibt. Nach der Aufnahme folgen Freistellen, Retusche und Export. Wenige Werktage später liegen die Dateien sortiert und benannt bereit, oft über eine Online-Galerie zur Auswahl. Wie ein Termin grundsätzlich abläuft, beschreibt außerdem unser Ratgeber zum Fotoshooting.
Bei größeren Mengen sinkt der Preis pro Bild deutlich, weil der Aufbau nur einmal anfällt. Diese Faktoren treiben oder senken den Preis:
| Faktor | Wirkung auf den Preis |
|---|---|
| Anzahl der Artikel | Mehr Produkte senken den Preis pro Packshot, erhöhen den Gesamtaufwand |
| Ansichten pro Produkt | Ein Freisteller ist günstiger als Freisteller plus Detail plus 360 Grad |
| Freisteller oder Moodbild | Inszenierte Stimmungsbilder brauchen mehr Aufbau und Requisiten |
| Retusche-Tiefe | Sauberer Freisteller inklusive, aufwändige Composings kosten extra |
| Liefergeschwindigkeit | Express-Bearbeitung wird gesondert berechnet |
Auch beim reinen Packshot ohne Personen gilt: Das Urheberrecht am Foto bleibt beim Fotografen, Sie erhalten Nutzungsrechte für einen vereinbarten Zweck. Klären Sie daher vorab, ob die Bilder nur online, auch im Druck oder zeitlich unbegrenzt verwendet werden dürfen. Eine kompakte Einordnung bietet die WKO Berufsfotografen, den Gesetzestext liefert die Rechtsinformation des Bundes zu § 78 UrhG. Wer den passenden Anbieter sucht, findet zudem Orientierung in unserem Ratgeber, wie Sie einen Produktfotografen finden, sowie einen persönlichen Eindruck vom Team auf der Seite Fotograf Wien.
Was ist ein Packshot genau?
Ein Packshot ist die Aufnahme eines Produkts, das sauber freigestellt und meist auf reinweißem Hintergrund isoliert gezeigt wird. Er rückt den Artikel ohne Ablenkung in den Mittelpunkt und ist somit der Standard für Artikelseiten, Marktplätze und Preisvergleiche. Sein Zweck ist Verkauf, nicht Dekoration: Der Packshot ersetzt im Shop das Anfassen und Prüfen in der Hand.
Was kostet ein Packshot?
Der Preis hängt an der Zahl der Artikel, den Ansichten pro Produkt und der Retusche. Einzelne Freisteller sind beispielsweise pro Stück günstig, sobald das Set steht; ein aufwändiges Stimmungsbild kostet hingegen mehr. Bei größeren Mengen sinkt der Preis pro Packshot deutlich, weil der Aufbau nur einmal anfällt. Für ein konkretes Angebot genügen zwei Angaben: wie viele Artikel und wofür die Bilder verwendet werden.
Worin unterscheidet sich ein Packshot vom Moodbild?
Der Packshot zeigt das Produkt nüchtern und isoliert auf weißem Grund, das Moodbild zeigt es in Verwendung und weckt Emotion. Der Packshot ist somit die Pflicht für Artikelseite und Marktplatz, das Moodbild dagegen die Kür für Kampagnen und Social Media. Am stärksten wirken beide zusammen, weil sie unterschiedliche Fragen beantworten.
Welchen Hintergrund braucht ein Packshot für Amazon?
Amazon verlangt für das Hauptbild einen reinweißen Hintergrund (RGB 255, 255, 255), und das Produkt muss mindestens 85 Prozent der Bildfläche einnehmen. Text, Logos oder Wasserzeichen sind nicht erlaubt. Außerdem sind mindestens 1.000 Pixel an der längsten Kante für die Zoomfunktion empfohlen. Zusätzliche Bilder dürfen das Produkt hingegen in Anwendung oder mit farbigem Hintergrund zeigen.
Wie viele Packshots braucht ein Artikel im Onlineshop?
Als Basis dient der Packshot auf weißem Hintergrund für die Artikelseite. Ergänzend helfen außerdem mehrere Perspektiven, ein bis zwei Detailaufnahmen und bei Bedarf ein Ambiente- oder 360-Grad-Bild. Fünf oder mehr Bilder pro Artikel gelten als sinnvoll, weil jede Aufnahme eine offene Frage beantwortet und so die Conversion stützt.
Sollen wir die Produkte einschicken oder im Studio vorbeibringen?
Beides ist möglich. Kleinere Artikel werden oft eingeschickt oder vorbeigebracht und bei uns im Studio in Wien fotografiert, wo Licht und Hintergrund voll kontrollierbar sind. Große oder empfindliche Ware nehmen wir auf Wunsch vor Ort auf. Wir stimmen vorab ab, welche Ansichten nötig sind, damit alle Packshots in einem Durchgang entstehen.
Wem gehören die Packshots und wie dürfen wir sie nutzen?
Das Urheberrecht am Foto bleibt gesetzlich beim Fotografen. Sie erhalten jedoch klar definierte Nutzungsrechte für den vereinbarten Zweck, etwa Onlineshop, Amazon, Social Media oder Print. Den Umfang halten wir schriftlich fest, damit später niemand rätselt, was erlaubt ist. Zeitlich unbegrenzte oder besonders breite Nutzung wird gesondert vereinbart.
Der Packshot ist das nüchternste Bild im Shop und zugleich das, das am direktesten verkauft. Wer ihn sauber macht, mit gleichmäßigem Licht, reinem Weiß und ehrlichen Farben, bekommt Aufnahmen, die anklicken lassen, Vertrauen aufbauen und Retouren senken. Weil ein guter Packshot nicht auf Effekte setzt, sondern auf Handwerk, altert er langsam und trägt über Jahre. Insbesondere für eine große Serie zahlt sich die Sorgfalt aus, denn der Aufbau fällt nur einmal an und jeder weitere Artikel wird dadurch günstiger.
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