Ecommerce Fotografie: Produktbilder, die im Onlineshop verkaufen

Bildtypen, Plattform-Vorgaben und effiziente Produktion für große Sortimente. Unsere Produktfotografie in Wien liefert Bilder für Shop, Amazon und Katalog.
Inhaltsverzeichnis
- Was Ecommerce Fotografie im Onlineshop leistet
- Die Bildtypen der E-Commerce-Fotografie im Überblick
- Plattform-Anforderungen: Amazon, eigener Shop, Marktplätze
- Wie Produktbilder Conversion und Retourenquote beeinflussen
- Große Sortimente effizient fotografieren
- Ablauf, Kosten und Rechtliches eines Shop-Shootings
- Häufig gestellte Fragen
- Fazit: Bilder, die für Ihr Sortiment arbeiten
Im Onlineshop kauft niemand ein Produkt, sondern zuerst ein Bild davon. Wer nicht anfassen, drehen oder anprobieren kann, entscheidet nach dem, was der Bildschirm zeigt. Das geschieht oft in wenigen Sekunden. Ecommerce Fotografie ist deshalb der Teil Ihres Auftritts, der am direktesten auf den Umsatz einzahlt. Sie ersetzt das Erlebnis im Laden durch Aufnahmen, die ein Produkt verständlich, glaubwürdig und begehrlich machen. Bis Ende April 2024 gaben die Menschen in Österreich rund 10,6 Milliarden Euro im Onlinehandel aus, ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In diesem Wettbewerb schlägt das klarere, sauberer belichtete Bild daher fast immer die schwächere Aufnahme daneben.
Dieser Ratgeber zur Ecommerce Fotografie zeigt zunächst, welche Bildtypen ein Shop braucht und welche Vorgaben Amazon, der eigene Shop und die großen Marktplätze stellen. Außerdem erklärt er, wie professionelle Produktbilder Conversion und Retourenquote verändern. Schließlich geht es darum, wie sich auch ein Sortiment mit hunderten Artikeln wirtschaftlich fotografieren lässt. Der Fokus liegt dabei auf dem Onlinehandel. Wer die technischen Grundlagen der Aufnahme selbst sucht, findet sie in unserem Ratgeber zur Produktfotografie mit Technik und Licht. Wer dagegen einen Dienstleister vergleichen will, liest den Beitrag Produktfotograf finden.
Was Ecommerce Fotografie im Onlineshop leistet
Ecommerce Fotografie ist die produktbezogene Fotografie speziell für den Verkauf im Internet. Die Aufnahmen stehen auf der Produktseite eines Onlineshops, in einem Marktplatz-Listing oder in einer Shopping-Anzeige. Dort erfüllen sie eine konkrete Aufgabe, nämlich den Kauf auszulösen. Der Unterschied zur klassischen Produktfotografie liegt dabei weniger in der Kamera als im Zweck. Ein Katalogbild darf schön sein. Ein Shop-Bild muss dagegen verkaufen, sich an strenge Plattform-Vorgaben halten und neben Dutzenden Konkurrenzprodukten bestehen.
Das Bild übernimmt in der Ecommerce Fotografie die Rolle, die im Geschäft der Verkäufer und das Produkt in der Hand hätten. Zunächst zeigt es Größe, Material, Farbe und Verarbeitung. Zudem beantwortet es Fragen, bevor sie gestellt werden. Außerdem baut es Vertrauen auf, wo der Kunde weder Marke noch Ware kennt. Deshalb ist ein unscharfes oder schlecht belichtetes Foto im Onlinehandel kein Schönheitsfehler, sondern ein Umsatzleck. Wie stark durchdachte Aufnahmen auf den Abverkauf wirken, zeigt daher der Beitrag zur Bedeutung professioneller Produktbilder.
Ecommerce Fotografie ist kein Selbstzweck
Ein gutes Produktbild will nicht bewundert werden, sondern eine Frage klären. Passt die Größe? Wie fühlt sich das Material an? Wie sieht das Teil an einer echten Person oder in einem echten Raum aus? Jede dieser Fragen, die das Bild beantwortet, ist somit eine Rücksendung weniger und eine Kaufentscheidung mehr. Genau daran unterscheidet sich Ecommerce Fotografie von reiner Werbeästhetik. Sie wird nämlich nicht an ihrer Schönheit gemessen, sondern an der Conversion und an der Retourenquote, die sie erzeugt.
Die Bildtypen der E-Commerce-Fotografie im Überblick
Ein verkaufsstarkes Listing besteht selten aus einem einzigen Foto. Vielmehr entsteht es aus einer Serie, in der jeder Bildtyp eine andere Frage beantwortet. Wer die Typen der Ecommerce Fotografie kennt, bestellt für jedes Produkt die richtige Kombination. Dadurch bekommt man nicht fünfmal fast dasselbe Bild. Die wichtigsten Bildtypen im Onlinehandel sind daher folgende:
- Freisteller auf weißem Hintergrund: das saubere Hauptbild, das Produkt komplett vor reinem Weiß, ohne ablenkendes Umfeld. Es ist daher auf fast allen Plattformen das Pflichtbild und die Basis für ein einheitliches Shop-Raster.
- Lifestyle- und Moodbilder: das Produkt im Einsatz, an einer Person, in einem Raum, in einer Situation. Sie stellen zudem Größe und Kontext her und wecken die Vorstellung, das Teil zu besitzen.
- Detail- und Zoombilder: Nahaufnahmen von Material, Naht, Verschluss oder Oberfläche. Somit klären sie Qualitätsfragen und ersetzen das Betasten im Laden.
- 360-Grad- und Multi-Angle-Ansichten: mehrere Perspektiven oder ein drehbares Bild, das das Produkt von allen Seiten zeigt. Insbesondere interaktive Ansichten steigern die Conversion messbar.
- Infografik- und Größenbilder: Aufnahmen mit Maßangaben, Funktionshinweisen oder Vergleichsobjekt. Dadurch verhindern sie Fehlkäufe wegen falscher Größenvorstellung.
Freisteller oder Moodbild: was Ihr Sortiment braucht
Die Faustregel ist einfach: Der Freisteller informiert, das Moodbild verkauft, und die meisten Produkte brauchen beides. Ebenso lebt Kleidung vom Bild an der Person, Möbel vom Foto im eingerichteten Raum, technische Artikel vom sauberen Freisteller plus Detailaufnahme. Bei Lebensmitteln und Getränken übernimmt dagegen oft eine appetitliche Inszenierung die Hauptrolle, wie sie in der Foodfotografie entsteht. Wo ein statisches Bild an Grenzen stößt, etwa bei Mechanik oder Textilfall, ergänzt zudem ein kurzes Produktvideo aus der Videoproduktion das Listing.
Die richtige Bildkombination je Produktkategorie
| Produktkategorie | Empfohlene Bildtypen |
|---|---|
| Mode und Textil | Freisteller, Bild an der Person, Materialdetail |
| Möbel und Wohnen | Freisteller, Raum-Moodbild, Maß- und Detailbild |
| Elektronik und Technik | Freisteller, Multi-Angle, Zoom auf Anschlüsse |
| Beauty und Kosmetik | Freisteller, Textur-Detail, Anwendungsbild |
| Food und Getränke | Freisteller, Lifestyle-Inszenierung, Zutaten-Detail |
Welche Bildkombination sich für Ihr Sortiment in der Ecommerce Fotografie rechnet, klären wir vorab. Einen Überblick über die reine Aufnahmeseite, von Licht bis Freistellen, bietet zudem unsere Leistungsseite zur Produktfotografie.
Plattform-Anforderungen: Amazon, eigener Shop, Marktplätze
Jede Verkaufsplattform hat eigene Bildregeln. Wer sie ignoriert, riskiert daher die Ablehnung oder Ausblendung seiner Listings. Wer sie dagegen kennt, produziert einmal richtig und spart die teure Nacharbeit. Für die Ecommerce Fotografie zählen vor allem die drei folgenden Umfelder:
Amazon: das Hauptbild folgt strengen Regeln
Amazon ist mit rund 842 Millionen Euro Umsatz auch in Österreich der größte Onlineshop. Die Vorgaben für das Hauptbild sind daher entsprechend strikt. Es muss auf reinweißem Hintergrund (RGB 255,255,255) stehen. Zudem muss das Produkt mindestens 85 Prozent der Bildfläche einnehmen. Text, Logos, Wasserzeichen oder zusätzliche Objekte sind dagegen verboten. Außerdem empfiehlt Amazon die längste Seite mit mindestens 1.600 Pixel, damit die Zoom-Funktion greift. Die verbindlichen Details stehen im Amazon Seller Central zu den Produktbild-Anforderungen. Wie ein regelkonformes Amazon-Set entsteht, zeigt schließlich unsere Seite zu Amazon-Produktfotos.
Eigener Shop: Freiheit mit Verantwortung
Im eigenen Shop, ob Shopify, WooCommerce oder eine individuelle Lösung, gibt es keine Vorgaben von außen. Dafür gilt hier die Pflicht zur Konsistenz. Alle Produkte sollten denselben Bildausschnitt, denselben Hintergrund und dasselbe Seitenverhältnis nutzen. Somit wirkt die Kategorieseite ruhig und professionell. Zudem bewertet Google Bildqualität und Bilddaten für die organische Sichtbarkeit mit. Deshalb zählen aussagekräftige Dateinamen, Alt-Texte und strukturierte Produktdaten mit. Die Google Search Central zu Bildern fasst die Anforderungen dazu zusammen.
Marktplätze: Zalando, Otto, willhaben und Co.
Andere Marktplätze der Ecommerce Fotografie setzen wieder eigene Maßstäbe. Modeplattformen verlangen beispielsweise Aufnahmen an einem Model oder einer Büste in fester Perspektive. Andere schreiben dagegen Seitenverhältnis und Mindestauflösung vor. Wer auf mehreren Kanälen verkauft, braucht daher ein Set, das sich pro Plattform zuschneiden lässt, ohne neu zu fotografieren. Genau darauf legen wir ein Shop-Shooting an: einmal sauber in hoher Auflösung aufnehmen, danach für jeden Kanal das passende Format ausleiten.
| Umfeld | Hintergrund | Besonderheit |
|---|---|---|
| Amazon Hauptbild | reinweiß | Produkt füllt mind. 85 %, kein Text |
| Eigener Shop | frei, meist weiß | Konsistenz und Bild-SEO |
| Modemarktplätze | oft neutral/weiß | festes Format, Bild am Model |
Wie Produktbilder Conversion und Retourenquote beeinflussen
In der Ecommerce Fotografie sind Produktbilder die einzeln stärkste Stellschraube für die Conversion, noch vor Preis und Beschreibungstext. Der Grund ist simpel. Das Bild wird zuerst wahrgenommen und ist beim Onlinekauf oft das Einzige, worauf sich die Entscheidung stützt. Ein zusätzliches, gutes Foto kann deshalb mehr bewegen als ein umgeschriebener Produkttext.
Die Wirkung lässt sich beziffern. Analysen aus dem Onlinehandel zeigen zunächst, dass Produktseiten mit sechs oder mehr Bildern deutlich besser konvertieren als solche mit ein bis zwei Aufnahmen. Zudem können interaktive Ansichten mit Zoom- und Drehfunktion die Conversion um einen zweistelligen Prozentsatz heben. Mehr Perspektiven bedeuten folglich weniger offene Fragen, und weniger offene Fragen bedeuten mehr Käufe. Wie stark Bildsprache insgesamt auf Kaufverhalten wirkt, vertieft daher der Beitrag zur Werbefotografie und ihrer Bildwirkung.
Weniger Retouren durch ehrliche Bilder
Der zweite Hebel wird oft übersehen, kostet aber im Onlinehandel bares Geld: die Retourenquote. Ein großer Teil der Rücksendungen entsteht, weil das Produkt anders ankommt als erwartet, etwa in Farbe, Größe oder Material. Genau hier arbeitet gute Ecommerce Fotografie präventiv. Ein farbtreues Bild, ein Größenvergleich und eine ehrliche Detailaufnahme reduzieren dabei die Enttäuschung beim Auspacken. Somit sinkt die Zahl der Rücksendungen. Eine bessere Produktdarstellung kann die Retourenquote deshalb spürbar senken. Jede vermiedene Retoure spart zudem Versand, Prüfung und Wiedereinlagerung.
Farbtreue ist kein Detail
Gerade bei Mode, Möbeln und Kosmetik entscheidet die Farbe über Zufriedenheit oder Rücksendung. Ein im Studio kalibrierter Aufbau mit definiertem Weißabgleich und passendem Farbraum sorgt daher dafür, dass das Blau im Bild dem Blau im Karton entspricht. Diese Sorgfalt der Ecommerce Fotografie sieht man dem einzelnen Foto nicht an. Dennoch merkt man sie an der sinkenden Retourenquote über das ganze Sortiment. Wie stark Bilder eine Marke insgesamt tragen, zeigt zudem der Beitrag zur Macht der Werbefotografie.
Große Sortimente effizient fotografieren
Für fünf Artikel genügt ein Nachmittag. Sobald aber 200, 500 oder mehrere tausend Produkte einheitlich abgebildet werden sollen, wird Ecommerce Fotografie zur Produktionsaufgabe. Dabei entscheidet die Organisation über den Preis pro Bild. Genau hier trennt sich folglich ein einzelnes Shooting von einem durchdachten Prozess, der ein ganzes Sortiment trägt.
Ein Bildstandard, den jedes Produkt erfüllt
Am Anfang steht eine festgelegte Bildvorgabe. Zunächst werden Hintergrund, Lichtaufbau, Ausschnitt, Perspektive und Anzahl der Ansichten pro Artikel einmal definiert und dokumentiert. Ob ein Produkt heute oder in sechs Monaten für eine Nachbestellung fotografiert wird, es landet danach im selben Raster. Somit bleibt die Kategorieseite auch nach Jahren konsistent, statt aus mehreren Bild-Epochen zu bestehen.
Durchsatz durch einen eingespielten Ablauf
Der wirtschaftliche Vorteil der Ecommerce Fotografie entsteht durch Wiederholung. Steht das Set einmal, wird jeder Artikel danach nach demselben Schema aufgenommen, freigestellt und benannt. Bei kleinteiligen, ähnlichen Produkten sind pro Artikel wenige Minuten realistisch. Dadurch reduziert sich der Preis pro Bild mit der Menge deutlich. Ein Produktshooting mit 300 Artikeln wird folglich pro Stück günstig, weil der Aufbau nur einmal anfällt und die Nachbearbeitung als Serie läuft.
Saubere Datenübergabe für den Shop-Import
Am Ende zählt nicht nur das Bild, sondern die Datei, die sich ohne Handarbeit in den Shop importieren lässt. Wir liefern die Aufnahmen daher nach Ihrer Artikelnummer benannt, im richtigen Format und Farbraum, getrennt nach Haupt- und Zusatzbild. Das erspart der E-Commerce-Abteilung das manuelle Zuordnen von hunderten Dateien. Zudem verhindert es Fehler beim Import. Beispiele umgesetzter Projekte finden Sie außerdem in unseren Referenzen. Einen Eindruck vom Ablauf eines Termins gibt schließlich der Ratgeber zum Fotoshooting.
Ablauf, Kosten und Rechtliches eines Shop-Shootings
Ein Shop-Shooting in der Ecommerce Fotografie kostet nicht, weil jemand auf den Auslöser drückt, sondern wegen allem drumherum. Dazu zählen Konzept, Set-Aufbau, die Aufnahme jedes Artikels, das Freistellen, die Farbkorrektur und die richtige Datenübergabe. Wer diese Faktoren kennt, kann daher ein Angebot realistisch einschätzen, statt nur auf den Endbetrag zu starren.
So läuft ein Shop-Shooting ab
Zunächst klären wir Sortiment, benötigte Bildtypen, Zielplattformen und Liefermenge. Sie schicken die Ware oder wir holen sie ab, danach steht das Set. Jeder Artikel wird nach dem definierten Standard aufgenommen, anschließend freigestellt, farblich korrigiert und benannt. Wenige Werktage später liegen die Bilder importfertig bereit. Bei großen Mengen liefern wir zudem in Etappen, damit der Shop schon starten kann, während der Rest produziert wird.
Was den Preis bestimmt
| Faktor | Wirkung auf den Preis |
|---|---|
| Anzahl der Artikel | Mehr Artikel senken den Preis pro Bild, erhöhen den Gesamtaufwand |
| Bilder pro Artikel | Ein Freisteller ist günstiger als eine Serie mit Moodbild und Detail |
| Freisteller und Retusche | Sauberes Freistellen und Farbkorrektur kosten Bearbeitungszeit |
| Lifestyle mit Model | Aufnahmen an einer Person erhöhen Aufwand und Kosten deutlich |
| Liefergeschwindigkeit | Express-Bearbeitung wird gesondert berechnet |
Für ein belastbares Angebot brauchen wir zunächst zwei Zahlen: wie viele Artikel und wie viele Bilder pro Artikel. Alles Weitere schlagen wir vor. Einen persönlichen Eindruck vom Studio und vom bisherigen Weg des Betriebs gibt zudem die Seite Fotograf in Wien. Wie sich ein Fotostudio in Wien organisiert, lesen Sie außerdem im Beitrag Fotostudio in Wien.
Bildrechte im Onlinehandel
Auch reine Sachfotos haben eine rechtliche Seite. Das Urheberrecht am Foto bleibt beim Fotografen. Sie erhalten dagegen definierte Nutzungsrechte für den vereinbarten Zweck, etwa Shop, Marktplätze und Werbung. Klären Sie zudem vorab, ob die Bilder zeitlich und medial unbegrenzt genutzt werden dürfen, damit später niemand rätselt. Sobald Menschen auf Lifestyle-Bildern erkennbar sind, kommt außerdem das Recht am eigenen Bild nach § 78 Urheberrechtsgesetz (RIS) dazu. Für Modellaufnahmen braucht es daher eine schriftliche Einwilligung. Eine kompakte Einordnung von Urheber- und Nutzungsrechten bietet schließlich die WKO Berufsfotografen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Ecommerce Fotografie genau?
Ecommerce Fotografie ist Produktfotografie speziell für den Verkauf im Internet. Die Bilder stehen auf Produktseiten im Onlineshop, in Marktplatz-Listings oder in Shopping-Anzeigen. Dabei haben sie eine klare Aufgabe: Sie sollen Größe, Material und Nutzen zeigen, Vertrauen aufbauen und den Kauf auslösen. Anders als ein reines Katalogbild müssen Shop-Bilder außerdem die Vorgaben der jeweiligen Plattform erfüllen.
Welche Bilder braucht ein Produkt im Onlineshop?
In der Regel eine kleine Serie. Zunächst dient ein Freisteller auf weißem Hintergrund als Hauptbild. Dazu kommen ein oder zwei Lifestyle- beziehungsweise Moodbilder, die das Produkt im Einsatz zeigen, sowie Detail- und Zoomaufnahmen von Material und Verarbeitung. Bei erklärungsbedürftigen Artikeln kommen zudem Größen- oder Infografikbilder dazu. Mehr Ansichten bedeuten folglich weniger offene Fragen und meist eine höhere Conversion.
Welche Anforderungen stellt Amazon an das Hauptbild?
Das Amazon-Hauptbild muss auf reinweißem Hintergrund stehen. Zudem muss das Produkt mindestens 85 Prozent der Bildfläche einnehmen. Text, Logos oder Wasserzeichen sind dagegen nicht erlaubt. Außerdem empfiehlt Amazon die längste Seite mit mindestens 1.600 Pixel, damit die Zoom-Funktion greift. Zusatzbilder dürfen freier gestaltet sein und auch Lifestyle- oder Infografik-Elemente enthalten.
Wie beeinflussen Produktbilder die Retourenquote?
Ein großer Teil der Rücksendungen entsteht, weil das Produkt anders ankommt als erwartet. Farbtreue Bilder, ehrliche Detailaufnahmen und ein Größenvergleich verringern daher diese Enttäuschung und somit die Retouren. Gute Ecommerce Fotografie senkt die Retourenquote spürbar. Das wirkt im Onlinehandel direkt auf die Marge, weil jede Retoure Versand, Prüfung und Wiedereinlagerung kostet.
Wie werden große Sortimente wirtschaftlich fotografiert?
Über einen festen Bildstandard und einen eingespielten Ablauf. Set-Aufbau und Lichtsetzung erfolgen einmal. Danach wird jeder Artikel nach demselben Schema aufgenommen, freigestellt und benannt. Dadurch sinkt der Preis pro Bild mit der Menge deutlich. Wir liefern zudem nach Artikelnummer benannt und importfertig, sodass hunderte Dateien ohne Handarbeit in den Shop übernommen werden können.
Was kostet E-Commerce-Fotografie?
Der Preis hängt an der Zahl der Artikel und an der Zahl der Bilder pro Artikel. Zudem zählen der Freistell- und Retuscheaufwand und die Frage, ob Lifestyle-Aufnahmen mit Model nötig sind. Ein einzelner Freisteller ist günstig, eine komplette Serie mit Moodbild und Detail kostet dagegen mehr. Bei großen Mengen sinkt der Stückpreis folglich stark. Für ein konkretes Angebot genügen schließlich zwei Angaben: wie viele Artikel und wie viele Bilder pro Artikel.
Bekomme ich die Bilder importfertig für meinen Shop?
Ja. Wir liefern die Aufnahmen im richtigen Format und Farbraum, nach Ihrer Artikelnummer benannt und getrennt nach Haupt- und Zusatzbild. Dadurch lassen sie sich ohne manuelles Zuordnen in Shopify, WooCommerce, Amazon oder andere Systeme importieren. Auf Wunsch stimmen wir zudem Dateinamen und Bildgrößen vorab auf Ihr Shopsystem ab.
Fazit: Bilder, die für Ihr Sortiment arbeiten
Im Onlinehandel entscheidet das Bild, wo der Kunde weder Ware noch Verkäufer vor sich hat. Wer die richtigen Bildtypen kombiniert, gewinnt in der Ecommerce Fotografie an zwei Stellen gleichzeitig. Zunächst steigt die Conversion durch überzeugende Aufnahmen. Zudem sinken die Retouren durch eine ehrliche, farbtreue Darstellung. Wichtig ist dabei, die Vorgaben von Amazon, dem eigenen Shop und den Marktplätzen einzuhalten und das Sortiment über einen festen Standard zu produzieren. Der Aufwand dafür ist planbar, und der Effekt bleibt auf jeder Produktseite sichtbar, Tag für Tag. Gute Ecommerce Fotografie ist somit keine Ausgabe, sondern eine Investition, die sich über die Klick- und Retourenquote messen lässt.
studiolehner setzt das für Sie um, vom einzelnen Freisteller bis zur kompletten, importfertigen Bildwelt für ein Sortiment mit hunderten Artikeln. Jetzt unverbindlich anfragen