Produktfotograf finden: woran Sie einen guten erkennen
Wie die Zusammenarbeit mit einem Produktfotografen abläuft, was ein gutes Shooting ausmacht und womit Sie rechnen müssen, aus einem Studio in Wien.
Ihre Produkte konkurrieren im Onlineshop, auf Amazon und im Katalog mit hunderten anderen, und das Erste, was ein Kunde sieht, ist das Bild. Ein Produktfotograf sorgt dafür, dass dieses Bild verkauft und nicht bloß abbildet. Für Onlineshops, Hersteller und Marken stellt sich deshalb selten die Frage, ob professionelle Produktfotos nötig sind, sondern woran man einen guten Produktfotografen erkennt und wie die Zusammenarbeit ohne Reibung läuft.
Dieser Ratgeber geht den Weg von der ersten Anfrage bis zu den fertigen Dateien durch. Sie erfahren, was ein Produktfotograf tatsächlich leistet, an welchen Merkmalen Sie Qualität schon vor dem Auftrag erkennen, wie ein Shooting organisiert wird, was Sie zum Briefing mitbringen und mit welchen Kosten Sie in Wien rechnen. Dazu die rechtliche Seite, die bei Bildern für den Handel gern übersehen wird.
Ein Produktfotograf setzt Waren so in Szene, dass sie im Verkaufskanal überzeugen: sauber freigestellt für den Shop, stimmungsvoll inszeniert für die Kampagne, im Detail gezeigt für die Produktseite. Sein Handwerk steckt in Licht, Perspektive und Nachbearbeitung, und genau diese drei Dinge unterscheiden ein Bild, das Vertrauen aufbaut, von einem Handyfoto, das eher abschreckt. Warum durchdachte Aufnahmen den Abverkauf tragen, vertieft unser Beitrag zur Bedeutung professioneller Produktbilder.
Die Zahlen zeigen, wie viel an diesen Bildern hängt. Laut Statistik Austria wickelten zuletzt rund drei von zehn Unternehmen Verkäufe über Websites, Apps oder Marktplätze ab, und die Ausgaben im heimischen Interneteinzelhandel liegen 2025 bei etwa 12,1 Milliarden Euro. Wer in diesem Markt sichtbar sein will, verkauft über Bilder, lange bevor ein Kunde die Produktbeschreibung liest. Einen Überblick über die Entwicklung liefert der IKT-Bericht der Statistik Austria.
Produktfotografie ist kein einheitliches Format, sondern ein Baukasten. Ein guter Produktfotograf ordnet die Bildarten Ihrem Ziel zu, statt eine Standardlösung über alles zu legen:
Welche Mischung Sie brauchen, hängt vom Sortiment ab. Ein technisches Gerät lebt von Detailaufnahmen, ein Modeartikel von Lifestyle, ein Ersatzteil vom nüchternen Freisteller. Wie diese Bildwelten im Marketing zusammenspielen, zeigt der Beitrag zur Macht der Werbefotografie. Das komplette Leistungsbild finden Sie auf unserer Seite zur Produktfotografie.
Einen guten Produktfotografen erkennen Sie an drei Dingen, die sich schon vor dem Auftrag prüfen lassen: einem konsistenten Portfolio, sichtbarer Erfahrung mit schwierigen Materialien und einer klaren Ansage, was Sie technisch bekommen. Der Rest ist Vertrauen, das sich im ersten Gespräch schnell zeigt.
Schauen Sie nicht auf das schönste Einzelbild, sondern auf die Serie. Sehen zehn Artikel derselben Kollektion aus wie aus einem Guss, mit gleichem Licht, gleichem Bildausschnitt und gleicher Farbwirkung? Genau diese Konsistenz braucht ein Shop, in dem 50 oder 500 Produkte nebeneinander stehen. Prüfen Sie außerdem, ob im Portfolio Materialien vorkommen, die Ihren ähneln. Glänzende Oberflächen, Glas, Schmuck oder verpackte Ware sind fototechnisch anspruchsvoll, weil sie Reflexe werfen und Spiegelungen zeigen. Wer das sauber beherrscht, hat es im Portfolio. Welche Aufgaben wir bereits gelöst haben, sehen Sie in unseren Referenzen.
Sie müssen keine Kamera kennen, aber ein paar Ergebnisse sollten Sie einfordern. Farbtreue entscheidet, ob das gelieferte Produkt der Abbildung entspricht, was Retouren senkt. Ein Produktfotograf arbeitet farbkalibriert und liefert im richtigen Farbraum: sRGB fürs Web, CMYK für den Druck. Die Auflösung passt zum Zweck, 300 dpi für Katalog und Prospekt, ausreichend große Pixelmaße für die Zoom-Funktion im Shop. Ein Anbieter, der Amazon kennt, weiß außerdem, dass das Hauptbild einen reinweißen Hintergrund (RGB 255, 255, 255) verlangt und das Produkt mindestens 85 Prozent der Fläche füllen muss. Die Details dazu bündelt unsere Seite zu Amazon-Produktfotos.
Das beste Bild nützt wenig, wenn die Lieferung drei Wochen dauert oder niemand erreichbar ist. Achten Sie darauf, ob der Fotograf klar sagt, was enthalten ist, wie viele finale Bilder Sie bekommen und wann. Ein transparentes Angebot mit benannten Leistungen ist ein besseres Qualitätssignal als ein niedriger Stundensatz ohne Details.
Die Zusammenarbeit folgt fast immer demselben Muster, egal ob Sie fünf Artikel oder ein ganzes Sortiment fotografieren lassen. Wer den Ablauf kennt, plant realistisch und vermeidet die typischen Verzögerungen, etwa fehlende Muster oder unklare Formate.
Am Anfang steht die Anfrage mit den Eckdaten: Was soll fotografiert werden, wie viele Artikel, wofür die Bilder gedacht sind. Daraus entsteht ein Angebot mit Preis, Umfang und Termin. Danach klären wir das Briefing, Sie liefern die Produkte an oder wir holen sie ab, und der eigentliche Shooting-Tag beginnt erst, wenn Aufbau und Licht stehen. Nach der Aufnahme sichten Sie die Ergebnisse, meist bequem über eine Online-Galerie, und wählen die finalen Bilder aus. Erst dann folgt die Retusche der freigegebenen Aufnahmen, und wenige Werktage später liegen die Dateien in Web- und Druckauflösung bereit. Wie ein Shooting grundsätzlich abläuft, beschreibt unser Ratgeber zum Fotoshooting im Detail.
Eine reibungslose Produktion lebt von klaren Zuständigkeiten. Sie stellen die Muster in verkaufsfertigem Zustand bereit, benennen eine Ansprechperson für Rückfragen und geben die Bildauswahl zügig frei. Der Produktfotograf verantwortet Konzept, Aufbau, Aufnahme, Bearbeitung und eine saubere, benannte Datenlieferung. Diese Aufgabenteilung klingt banal, entscheidet aber darüber, ob ein Sortiment an einem Tag durchläuft oder sich über Wochen zieht. Vereinbaren Sie am besten schon im Angebot, wie viele finale Bilder pro Artikel Sie erhalten und in welchem Format die Dateien geliefert werden, damit die Übergabe an Shop oder Marktplatz ohne Nacharbeit gelingt. Wer hinter dem Studio steht und wie wir arbeiten, lesen Sie auf der Seite Fotograf Wien.
Ein gutes Briefing spart teure Studiozeit und Nachbesserungen. Es beantwortet vorab die Fragen, die sonst mitten im Shooting auftauchen, und kostet Sie nur etwas Vorbereitung. Je genauer Sie Ziel und Rahmen benennen, desto passender fallen die Bilder aus.
Der häufigste Grund für zusätzlichen Aufwand sind Muster in schlechtem Zustand. Staub, Fingerabdrücke, Kratzer oder verknitterte Verpackungen muss der Fotograf entweder vor Ort reinigen oder später aufwändig retuschieren, und beides kostet. Schicken Sie deshalb makellose, verkaufsfertige Exemplare, bei mehreren Farbvarianten je ein Stück, und legen Sie bei empfindlicher Ware eine Reserve bei. Klären Sie außerdem, ob die Produkte nach dem Shooting zurückgehen sollen.
Sagen Sie von Anfang an, wo die Bilder landen. Ein Freisteller für den eigenen Shop hat andere Anforderungen als das Amazon-Hauptbild, ein quadratisches Format für Instagram andere als ein Querformat für den Website-Header. Für Amazon gelten eigene Regeln, die Sie kennen sollten: reinweißer Hintergrund, Produkt füllt mindestens 85 Prozent, keine Logos, Texte oder Wasserzeichen im Hauptbild, mindestens 1.000 Pixel an der längsten Seite für die Zoom-Funktion. Die offiziellen Vorgaben stehen in den Bildanforderungen von Amazon Seller Central. Bringen Sie zusätzlich zwei, drei Referenzbilder oder ein kleines Moodboard mit, das den gewünschten Look zeigt, sowie Ihre Markenvorgaben zu Hintergrundfarbe und Bildausschnitt.
Manche Produkte verlangen mehr als das Standard-Setup. Lebensmittel und Getränke wirken nur mit dem richtigen Handwerk appetitlich, dafür greift die Foodfotografie mit eigenen Kniffen. Großgerät, Maschinen oder Anlagen lassen sich nicht ins Studio tragen und werden vor Ort aufgenommen, was in die Industriefotografie übergeht. Wenn ein Produkt in Bewegung oder in Anwendung gezeigt werden soll, kommt die Videoproduktion ins Spiel. Solche Fälle gehören ins Briefing, nicht auf den Shooting-Tag.
Ein Produktfotograf berechnet nicht den Auslöser, sondern alles darum herum: Konzept, Aufbau, die Zeit für jede Aufnahme, die Bildbearbeitung und die Einräumung der Nutzungsrechte. In Wien beginnen einfache Freisteller auf weißem Hintergrund, inklusive Retusche, bei etwa 35 Euro pro Produkt, während aufwändigere Lifestyle-Aufnahmen ab rund 290 Euro pro Set liegen. Über den gesamten Markt reicht die Spanne je nach Anspruch von wenigen Euro pro Standardbild bis zu 500 Euro für eine aufwändig inszenierte Aufnahme. Diese Werte sind Richtwerte, kein Fixpreis, denn der Aufwand hängt am Produkt.
| Faktor | Wirkung auf den Preis |
|---|---|
| Bildart | Ein Freisteller ist günstiger als ein inszeniertes Lifestyle-Bild mit Set-Aufbau |
| Anzahl der Artikel und Ansichten | Mehr Motive senken den Preis pro Bild, sobald das Set einmal steht |
| Material und Komplexität | Glänzende, spiegelnde oder transparente Ware verlangt mehr Licht- und Retuscheaufwand |
| Retusche-Tiefe | Standardbearbeitung ist meist inklusive, Composings und Freistellen komplexer Formen kosten extra |
| Nutzungsrechte | Reine Online-Nutzung ist günstiger als unbefristete Print- und Kampagnennutzung |
| Liefergeschwindigkeit | Express-Bearbeitung wird gesondert berechnet |
Als Faustregel gilt: Das eigentliche Fotografieren macht knapp die Hälfte der Kosten aus, die Bildbearbeitung rund ein Drittel, der Rest entfällt auf Auswahl, Datenaufbereitung und Übergabe. Deshalb sinkt der Preis pro Bild bei größeren Mengen deutlich. Ein Shooting mit 50 Artikeln kostet pro Stück einen Bruchteil einer Einzelaufnahme, weil Aufbau und Lichtsetzung nur einmal anfallen.
Ein niedriger Preis pro Bild sagt wenig, solange unklar ist, was enthalten ist. Sind Retusche und Nutzungsrechte inbegriffen? Wie viele finale Bilder bekommen Sie, und in welcher Auflösung? Wie schnell wird geliefert? Ein scheinbar teureres Angebot mit klarer Leistung ist am Ende oft günstiger als ein Lockpreis, bei dem Bearbeitung, Rechte und Zusatzansichten einzeln nachverrechnet werden. Den vollen Leistungsumfang und die Bildbeispiele finden Sie auf unserer Seite zur Produktfotografie.
Die rechtliche Seite begeistert niemanden, entscheidet aber, ob Sie Ihre Produktfotos später frei einsetzen dürfen. In Österreich bleibt das Urheberrecht am Foto beim Fotografen, es ist nicht übertragbar. Was Sie erhalten, sind Nutzungsrechte, und die gelten immer für einen konkreten Zweck. Den gesetzlichen Rahmen bildet das Urheberrechtsgesetz, nachzulesen in der Rechtsinformation des Bundes (RIS).
Klären Sie vor dem Auftrag, wie weit die Rechte reichen. Dürfen die Bilder nur online oder auch im Druck verwendet werden? Gelten sie zeitlich unbegrenzt oder befristet? Brauchen Sie eine exklusive Nutzung, damit der Fotograf dieselben Aufnahmen nicht weiterverkauft? Wir halten den Umfang bei jedem Auftrag schriftlich fest, damit Ihre Marketingabteilung später nicht rätselt, was erlaubt ist. Eine kompakte Einordnung von Urheber- und Nutzungsrechten bietet die WKO Berufsfotografen.
Zwei Sonderfälle tauchen in der Produktfotografie regelmäßig auf. Sind fremde Markenzeichen, geschützte Designs oder urheberrechtlich geschützte Werke im Bild, brauchen Sie die Rechte daran, wenn Sie das Foto werblich nutzen. Und sobald Personen erkennbar sind, etwa eine Hand, die das Produkt hält, oder ein Model im Lifestyle-Bild, greift zusätzlich das Recht am eigenen Bild, das eine Einwilligung verlangt. Wie sich rechtssichere Personenaufnahmen aufbauen lassen, zeigt unser Ratgeber zur Businessfotografie für Unternehmen.
Was kostet ein Produktfotograf?
In Wien beginnen einfache Freisteller auf weißem Hintergrund inklusive Retusche bei etwa 35 Euro pro Produkt, aufwändige Lifestyle-Aufnahmen liegen ab rund 290 Euro pro Set. Über den Markt reicht die Spanne je nach Anspruch von wenigen Euro pro Standardbild bis 500 Euro für eine inszenierte Aufnahme. Der genaue Preis hängt an Bildart, Materialkomplexität, Anzahl der Motive, Retusche und Nutzungsrechten. Bei größeren Mengen sinkt der Preis pro Bild deutlich.
Woran erkenne ich einen guten Produktfotografen?
An einem konsistenten Portfolio, in dem ganze Serien einheitlich aussehen, an sichtbarer Erfahrung mit schwierigen Materialien wie Glas, Glanz oder Schmuck und an einer klaren Ansage zu Farbtreue, Auflösung und Nutzungsrechten. Ein transparentes Angebot mit benannten Leistungen und Lieferzeit ist ein besseres Qualitätssignal als der niedrigste Stundensatz.
Muss ich meine Produkte ins Studio schicken oder kommt der Fotograf?
Kleine und mittelgroße Artikel werden im Studio fotografiert, wo Licht und Hintergrund vollständig kontrollierbar sind. Sie liefern die Muster an oder wir holen sie ab. Großgerät, Maschinen und Anlagen, die sich nicht transportieren lassen, nehmen wir vor Ort auf. Klären Sie im Vorfeld, ob die Produkte nach dem Shooting zurückgehen sollen.
Welche Bildanforderungen gelten für Amazon?
Das Amazon-Hauptbild verlangt einen reinweißen Hintergrund (RGB 255, 255, 255), das Produkt muss mindestens 85 Prozent der Fläche füllen und zentriert sein. Logos, Texte, Wasserzeichen oder Ränder sind im Hauptbild nicht erlaubt. Für die Zoom-Funktion sollte die längste Seite mindestens 1.000 Pixel haben, empfohlen sind 1.600 bis 2.000 Pixel. Ein Produktfotograf mit Amazon-Erfahrung liefert genau in diesen Vorgaben.
Wie lange dauert es, bis ich die fertigen Produktfotos bekomme?
Nach dem Shooting wählen Sie die Bilder aus, meist über eine Online-Galerie. Danach folgt die Retusche der freigegebenen Aufnahmen. In der Regel liegen die fertigen Dateien in Web- und Druckauflösung wenige Werktage später bereit. Bei großen Sortimenten oder aufwändigen Composings dauert es länger, auf Wunsch ist eine Express-Bearbeitung möglich.
Wem gehören die Produktfotos nach dem Shooting?
Das Urheberrecht am Foto bleibt gesetzlich beim Fotografen. Sie erhalten klar definierte Nutzungsrechte für den vereinbarten Zweck, etwa Onlineshop, Amazon, Print oder Kampagne. Wir halten den Umfang schriftlich fest. Wünschen Sie eine exklusive oder zeitlich unbegrenzte Nutzung, wird das gesondert vereinbart.
Freisteller oder Lifestyle: was braucht mein Shop?
Meistens beides. Freisteller auf weißem Hintergrund sind die Pflicht für Produktseite und Amazon-Hauptbild, weil der Blick allein auf der Ware liegt. Lifestyle- und Detailaufnahmen verkaufen zusätzlich Kontext und Vertrauen und wirken auf Landingpages, in Kampagnen und in Social Media. Welche Mischung sinnvoll ist, hängt vom Sortiment und vom Verkaufskanal ab.
Einen Produktfotografen zu beauftragen ist planbar, sobald Sie die Hebel kennen: ein konsistentes Portfolio als Qualitätsnachweis, ein klares Briefing mit verkaufsfertigen Mustern und benannten Formaten, ein durchdachter Ablauf und sauber geregelte Nutzungsrechte. Wer diese Punkte vorab klärt, bekommt Bilder, die im Shop und auf dem Marktplatz jeden Tag für die Marke arbeiten, statt Budget in Nachbesserungen zu binden. Gute Produktfotografie altert langsam, weil sie auf Handwerk setzt und nicht auf Effekte, und sie zahlt sich über jede verkaufte Einheit zurück.
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