Produktfotografie

Produktfotografie: Arten, Technik und Nutzen für den Onlineshop

Produktfotografie für den Onlineshop: Bilder, die verkaufen

Arten, Technik und Licht der Produktfotografie im Überblick, für Shop, Amazon und Katalog. Unsere Produktfotografie in Wien reicht vom Freisteller über Detailaufnahmen bis zum Moodbild.

Inhaltsverzeichnis

Im Onlineshop kann niemand ein Produkt in die Hand nehmen, daran riechen oder es gegen das Licht drehen. Deshalb übernimmt das Bild diese Arbeit allein, und es entscheidet in wenigen Sekunden, ob jemand weiterliest oder wegklickt. Produktfotografie ist somit keine Fleißaufgabe für nebenbei, sondern der Teil Ihres Marketings, der am direktesten auf den Verkauf einzahlt. Zudem kaufen über 62 Prozent der Menschen in Österreich inzwischen online ein. In diesem Wettbewerb schlägt das schärfere, sauberer belichtete Bild daher fast immer die schwächere Aufnahme daneben.

Dieser Ratgeber zeigt zunächst, welche Arten der Produktfotografie es gibt und wofür sie taugen. Außerdem klärt er, welche Technik und welches Licht dahinterstecken. Ebenso zeigt er, welche Vorgaben Onlineshop, Amazon und Katalog stellen und wie gute Produktfotos die Conversion steigern. Am Ende wissen Sie daher, welche Bilder Ihr Sortiment braucht und woran Sie ein durchdachtes Produktshooting erkennen. Für die konkrete Umsetzung finden Sie die Details zudem auf unserer Seite zur Produktfotografie.

Was Produktfotografie im Onlineshop leistet

Produktfotografie ist die gezielte fotografische Darstellung von Waren für Verkauf und Werbung. Das heißt konkret: ein Freisteller für die Artikelseite, ein Stimmungsbild für die Kampagne, eine Detailaufnahme, die Material und Verarbeitung zeigt. Der Zweck ist dabei nie Dekoration. Ein Produktfoto ersetzt im Shop vielmehr das Anfassen, die Anprobe und das Prüfen in der Hand. Es beantwortet zudem stumm die Fragen, die ein Kunde im Laden dem Verkäufer stellen würde: Wie groß ist das? Aus welchem Material? Wie sieht es von hinten aus?

Der Unterschied zwischen einem schnellen Handyfoto auf dem Küchentisch und einer Studioaufnahme ist dennoch keine Geschmacksfrage. Gleichmäßiges Licht, ein sauberer Hintergrund, korrekte Farben und Schärfe an der richtigen Stelle verändern nämlich, wie wertig ein Artikel wirkt. Ein blasses, schief belichtetes Bild lässt daher selbst gute Ware billig aussehen. Ein präzise ausgeleuchteter Freisteller lässt ein Produkt hingegen teurer wirken, als es ist. Warum sich diese Sorgfalt im Verkauf niederschlägt, vertieft zudem der Beitrag zur Bedeutung professioneller Produktbilder.

Das Bild ist der erste Kontakt mit Ihrer Marke

Bevor jemand eine Beschreibung liest oder auf den Preis schaut, hat er das Bild schon gesehen und bewertet. Auf einer Kategorieseite mit zwanzig Kacheln nebeneinander entscheidet daher die Bildqualität, welcher Artikel überhaupt angeklickt wird. Wer hier mit einheitlichen, klaren Aufnahmen antritt, gewinnt somit die erste Runde, noch bevor über Sortiment oder Preis gesprochen wird. Wie stark Bilder im gesamten Marketing wirken, zeigt außerdem unser Beitrag zur Macht der Werbefotografie.

Die wichtigsten Arten der Produktfotografie

Produktfotografie ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Aufnahmearten, und jede erfüllt einen eigenen Zweck. Ein Freisteller für die Artikelseite folgt beispielsweise anderen Regeln als ein Moodbild für Instagram, eine Detailaufnahme anderen als eine 360-Grad-Ansicht. Wer die Arten kennt, bestellt daher gezielt das, was das Sortiment wirklich braucht, statt pauschal ein paar Bilder machen zu lassen.

Freisteller auf weißem Hintergrund

Der Freisteller, auch Packshot genannt, zeigt das Produkt sauber isoliert auf reinweißem Grund, ohne Ablenkung. Er ist der Standard für Artikelseiten, Marktplätze und Preisvergleiche. Schließlich stellt er den Artikel klar in den Mittelpunkt und fügt sich in jedes Shop-Layout ein. Für Amazon und Google Shopping ist der weiße Hintergrund zudem sogar Pflicht, dazu mehr im Abschnitt zu den Plattformvorgaben.

Ambiente- und Moodbilder

Ambiente- oder Lifestyle-Bilder zeigen das Produkt hingegen in seiner Verwendung. Beispielsweise die Kaffeetasse auf dem gedeckten Frühstückstisch, die Uhr am Handgelenk, die Kerze im wohnlich beleuchteten Raum. Solche Aufnahmen wecken Emotion und helfen dem Kunden, sich den Artikel im eigenen Alltag vorzustellen. Sie eignen sich zudem für Kampagnen, Social Media und die oberen Bereiche einer Landingpage. Allerdings ergänzen sie den nüchternen Freisteller, statt ihn zu ersetzen.

Detail- und Makroaufnahmen

Detailaufnahmen rücken nah heran und zeigen, was den Preis rechtfertigt. Beispielsweise die Naht einer Tasche, die Maserung des Holzes, die Gravur auf dem Metall. Gerade bei hochwertigen oder erklärungsbedürftigen Produkten senken solche Bilder daher Zweifel und Rückfragen. Schließlich machen sie Materialqualität sichtbar, die eine Textzeile nie transportiert.

360-Grad-Aufnahmen und Bewegtbild

Bei einer 360-Grad-Ansicht wird das Produkt in vielen gleichmäßig verteilten Winkeln fotografiert und danach zu einer drehbaren Rundumsicht zusammengesetzt. Der Kunde dreht den Artikel somit selbst, so wie er es im Laden täte. Das beschleunigt zudem die Kaufentscheidung und senkt die Retourenquote, weil weniger Überraschungen im Paket warten. Wenn das Produkt in Aktion mehr überzeugt als im Stand, ergänzt die Videoproduktion die Fotostrecke außerdem um kurze Clips.

Flatlay, Gruppen- und Verpackungsbilder

Flatlays zeigen mehrere Artikel von oben arrangiert, ideal für Sets, Zubehör und Social Media. Gruppenbilder stellen zudem Varianten oder eine Kollektion zusammen, Verpackungsbilder dokumentieren, was tatsächlich geliefert wird. Bei Lebensmitteln und Getränken geht Produktfotografie schließlich fließend in Foodfotografie über. Dafür gelten allerdings eigene Regeln zu Frische und Anrichten, nachzulesen in unserem Ratgeber zur Foodfotografie.

Licht, Technik und Ausstattung im Studio

Der sichtbare Qualitätsunterschied entsteht aus Technik, die im fertigen Bild verschwindet. Gutes Licht sieht man dem Foto nämlich nicht an. Man sieht vielmehr nur ein Produkt, das plastisch, farbtreu und sauber vor einem ruhigen Hintergrund steht. Ein paar Punkte, auf die es in der Produktfotografie ankommt.

  • Licht: Weiches, gerichtetes Studiolicht aus Softboxen formt das Objekt, nimmt harte Schatten und lässt Oberflächen echt wirken. Glänzende oder spiegelnde Produkte wie Schmuck, Glas oder Metall brauchen hingegen ein besonders kontrolliertes Setup. Dadurch spiegelt sich weder Kamera noch Raum im Objekt.
  • Hintergrund: Ein reinweißer Aufnahmetisch oder eine Hohlkehle liefert den nahtlosen Grund für Freisteller. Für Moodbilder kommen hingegen Naturmaterialien, Stoffe oder farbige Untergründe zum Einsatz, passend zur Marke.
  • Schärfe und Perspektive: Kleine Blenden und Fokus-Stacking halten das ganze Produkt scharf, von der Vorderkante bis nach hinten. Dabei folgt die Perspektive der Ware, ein Schuh anders als eine Flasche, ein Ring anders als ein Sessel.
  • Farbtreue: Kalibrierte Farben und ein Graukarten-Abgleich sorgen dafür, dass das Blau im Bild dem Blau des Artikels entspricht. Falsche Farben sind nämlich einer der häufigsten Retourengründe im Modehandel.

Über die reine Aufnahme hinaus entscheidet außerdem die Nachbearbeitung. Freisteller werden sauber vom Hintergrund gelöst, Staub und Fingerabdrücke retuschiert, Farben angeglichen und die Bildgröße für den jeweiligen Kanal exportiert. Diese Post-Produktion ist somit der unsichtbare Teil, der aus einer guten Aufnahme ein verkaufsfertiges Bild macht. Ein eingerichtetes Fotostudio in Wien mit fester Licht- und Kameratechnik arbeitet hier zudem schneller und konstanter als ein improvisierter Aufbau. Das zahlt sich vor allem aus, wenn hunderte Artikel im gleichen Look erscheinen sollen.

Warum Konsistenz über das ganze Sortiment zählt

Ein einzelnes schönes Bild reicht selten. Sobald ein Shop wächst, wird Einheitlichkeit daher zur eigentlichen Aufgabe. Insbesondere zählen gleicher Bildausschnitt, gleiches Licht und gleicher Abstand zum Rand über alle Artikel hinweg. Nur dann wirkt eine Kategorieseite aufgeräumt statt zusammengewürfelt. Wer sein Set einmal sauber definiert und dokumentiert, kann Monate später Nachschub im identischen Stil fotografieren lassen. Somit tanzt auch der Neuzugang nicht aus der Reihe.

Anforderungen für Onlineshop, Amazon und Katalog

Jeder Kanal stellt eigene Anforderungen an das Produktbild. Wer sie ignoriert, riskiert daher im schlimmsten Fall eine gesperrte Artikelseite. Ein Bild, das im eigenen Shop gut aussieht, erfüllt zudem nicht automatisch die Vorgaben von Amazon oder Google. Deshalb lohnt es, den Einsatzort vor dem Shooting zu klären.

Amazon: das Hauptbild folgt strengen Regeln

Amazon schreibt für das Hauptbild einen reinweißen Hintergrund (RGB 255, 255, 255) vor. Zudem muss das Produkt mindestens 85 Prozent der Bildfläche einnehmen, und Text, Logos oder Wasserzeichen sind tabu. Empfohlen sind außerdem mindestens 1.000 Pixel an der längsten Kante, damit die Zoomfunktion greift, besser deutlich mehr. Die vollständigen Vorgaben stehen im Produktbild-Leitfaden von Amazon Seller Central. Für Händler, die gezielt auf dem Marktplatz verkaufen, haben wir die Anforderungen daher in einem eigenen Bereich zu Amazon-Produktfotos aufbereitet.

Google Shopping und der eigene Shop

Für Google Shopping muss das Bildlink-Attribut auf ein echtes Produktbild in ausreichender Größe verweisen. Google empfiehlt zudem mindestens 1.500 x 1.500 Pixel für eine gute Darstellung in allen Anzeigenformaten. Die Details erklärt die Google-Merchant-Center-Hilfe zum Bildlink. Im eigenen Shop haben Sie hingegen mehr Freiheit. Dennoch sollten Sie ein festes Seitenverhältnis, eine einheitliche Auflösung und den Farbraum sRGB fürs Web wählen. Für den Druck im Katalog gilt schließlich 300 dpi und, je nach Druckerei, der Farbraum CMYK.

Der gedruckte Katalog verlangt hochauflösende Dateien und oft ein anderes Beschnittmaß als der Shop. Wer beides aus einem Shooting bedienen will, plant das daher vorher ein. Zunächst braucht es genug Rand um das Produkt. Dann entsteht sowohl das quadratische Shop-Bild als auch das querformatige Katalogbild aus derselben Aufnahme. So sparen Sie sich zudem einen zweiten Termin. Diese Doppelnutzung auf einen Blick:

KanalHintergrundAuflösung / Format
Amazon Hauptbildreinweiß, Produkt 85 %min. 1.000 px, JPEG, sRGB
Google Shoppingreinweiß empfohlenmin. 1.500 x 1.500 px, sRGB
Eigener Onlineshopweiß oder Marken-Lookeinheitliches Seitenverhältnis, sRGB
Print / Katalogfrei nach Layout300 dpi, oft CMYK

Wie professionelle Produktfotografie die Conversion steigert

Produktfotografie zahlt an einer Stelle ein, die sich messen lässt: der Conversion, also dem Anteil der Besucher, die tatsächlich kaufen. Mehrere gute Bilder pro Artikel sind längst Standard. Shops, die fünf oder mehr Aufnahmen je Produkt zeigen, verzeichnen zudem spürbar höhere Abschlussraten als Seiten mit nur einem Foto. Der Grund ist einfach: Jedes zusätzliche, gut gemachte Bild beantwortet nämlich eine offene Frage. Somit nimmt es einen Grund weg, den Kauf zu verschieben.

Weniger Retouren durch ehrliche Bilder

Ein oft übersehener Effekt liegt hinter dem Verkauf: Bilder, die Farbe, Größe und Material korrekt zeigen, senken nämlich die Retourenquote. Jede Rücksendung kostet schließlich Versand, Prüfung und oft den Wiederverkaufswert. Wer vorab zeigt, wie ein Artikel wirklich aussieht, spart sich Enttäuschungen im Paket und die teure Abwicklung danach. Gerade eine 360-Grad-Ansicht oder eine ehrliche Detailaufnahme wirkt daher wie eine stille Beratung.

Vertrauen, das über den einzelnen Kauf hinaus wirkt

Einheitliche, professionelle Bilder signalisieren, dass hinter dem Shop ein Betrieb steht, der auf Details achtet. Dieser Eindruck überträgt sich zudem auf das Produkt und auf die Marke. Ein Sortiment, das durchgängig sauber fotografiert ist, wirkt daher hochwertiger als eines mit wechselnden Handyfotos, selbst bei identischer Ware. Wie Unternehmen ihre gesamte Bildwelt aufbauen, zeigt außerdem der Beitrag zu hochwertigen Business-Fotos. Welche Projekte wir bereits umgesetzt haben, sehen Sie zudem in unseren Referenzen. Wer die Bildproduktion für ein ganzes Unternehmen bündeln will, findet schließlich in unserer Fotoagentur den passenden Rahmen.

Ablauf, Kosten und Rechtliches eines Produktshootings

Ein Produktshooting kostet nicht deshalb, weil jemand auf den Auslöser drückt. Es kostet vielmehr wegen allem drumherum. Zunächst zählen Konzept, Aufbau und die Aufnahme jeder Ansicht dazu. Hinzu kommen außerdem das Freistellen und die Retusche jedes Bildes sowie der Export für die verschiedenen Kanäle. Wer diese Faktoren kennt, kann daher ein Angebot einschätzen, statt nur auf den Endbetrag zu starren.

So läuft ein Produktshooting ab

Zuerst klären wir, welche Artikel fotografiert werden und welche Ansichten pro Produkt nötig sind. Danach besprechen wir, für welche Kanäle die Bilder gedacht sind. Anschließend wird die Ware angeliefert oder vorbeigebracht, gereinigt und für die Aufnahme vorbereitet. Dann läuft das Shooting seriell: gleicher Aufbau, ein Artikel nach dem anderen, damit der Look konstant bleibt. Nach der Aufnahme folgen schließlich Freistellen, Retusche und Export. Wenige Werktage später liegen die Dateien sortiert und benannt bereit, oft über eine Online-Galerie zur Auswahl. Wie ein Termin grundsätzlich abläuft, beschreibt zudem unser Ratgeber zum Fotoshooting.

Was den Preis bestimmt

Bei größeren Mengen sinkt der Preis pro Bild deutlich, weil der Aufbau nur einmal anfällt. Ein Shooting mit 50 Artikeln kostet daher pro Stück einen Bruchteil einer einzelnen Aufnahme. Diese Faktoren treiben oder senken den Preis:

FaktorWirkung auf den Preis
Anzahl der ArtikelMehr Produkte senken den Preis pro Bild, erhöhen den Gesamtaufwand
Ansichten pro ProduktEin Freisteller ist günstiger als Freisteller plus Detail plus 360 Grad
Freisteller oder MoodbildInszenierte Stimmungsbilder brauchen mehr Aufbau und Requisiten
Retusche-TiefeSauberer Freisteller inklusive, aufwändige Composings kosten extra
LiefergeschwindigkeitExpress-Bearbeitung wird gesondert berechnet

Bildrechte und Nutzung

Auch bei reiner Produktfotografie ohne Personen gilt: Das Urheberrecht am Foto bleibt beim Fotografen. Sie erhalten dabei Nutzungsrechte für einen vereinbarten Zweck. Klären Sie vorab, ob die Bilder nur online, auch im Druck oder zeitlich unbegrenzt verwendet werden dürfen. Wir halten den Umfang bei jedem Auftrag schriftlich fest. Eine kompakte Einordnung von Urheber- und Nutzungsrechten bietet zudem die WKO Berufsfotografen. Den Gesetzestext liefert außerdem die Rechtsinformation des Bundes zu § 78 UrhG. Wer den passenden Anbieter sucht, findet schließlich Orientierung in unserem Ratgeber, wie Sie einen Produktfotografen finden. Ebenso gewinnen Sie einen persönlichen Eindruck vom Studio auf der Seite Fotograf Wien.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet professionelle Produktfotografie?

Der Preis der Produktfotografie hängt an der Zahl der Artikel und den Ansichten pro Produkt. Zudem zählen die Art der Bilder (Freisteller oder Moodbild) und die Retusche. Einzelne Freisteller sind pro Stück günstig, sobald das Set steht. Ein aufwändiges Stimmungsbild mit Requisiten kostet hingegen mehr. Bei größeren Mengen sinkt der Preis pro Bild schließlich deutlich. Für ein konkretes Angebot genügen daher zwei Angaben: wie viele Artikel und wofür die Bilder verwendet werden.

Welche Arten von Produktfotos brauche ich für meinen Onlineshop?

Als Basis dient in der Produktfotografie der Freisteller auf weißem Hintergrund für die Artikelseite. Ergänzend helfen Detailaufnahmen für Material und Verarbeitung. Außerdem sorgen Ambiente- oder Moodbilder für Emotion und Kampagnen, bei erklärungsbedürftigen Produkten zudem eine 360-Grad-Ansicht. Fünf oder mehr Bilder pro Artikel gelten schließlich als sinnvoll, weil jede Aufnahme eine offene Frage beantwortet.

Welche Anforderungen stellt Amazon an das Hauptbild?

In der Produktfotografie für Amazon verlangt der Marktplatz für das Hauptbild einen reinweißen Hintergrund (RGB 255, 255, 255). Zudem muss das Produkt mindestens 85 Prozent der Bildfläche einnehmen, und Text, Logos oder Wasserzeichen sind nicht erlaubt. Empfohlen sind außerdem mindestens 1.000 Pixel an der längsten Kante für die Zoomfunktion. Zusätzliche Bilder dürfen das Produkt schließlich in Anwendung oder mit farbigem Hintergrund zeigen.

Freisteller oder Moodbild: was ist besser?

Beides hat seinen Platz. Der Freisteller auf Weiß ist die Pflicht für Artikelseite und Marktplatz. Schließlich zeigt er das Produkt klar und passt in jedes Layout. Das Moodbild ist hingegen die Kür für Kampagnen, Social Media und den oberen Bereich einer Landingpage. Es transportiert nämlich Emotion und Verwendung. Am stärksten wirken die beiden zusammen.

Wie viele Produktbilder sollte ein Artikel haben?

Ein einziges Bild reicht selten. Als Faustregel gelten daher fünf oder mehr Aufnahmen pro Artikel. Dazu zählen Hauptbild als Freisteller, mehrere Perspektiven, ein bis zwei Detailaufnahmen und bei Bedarf ein Ambiente- oder 360-Grad-Bild. Mehr gute Bilder steigern zudem die Conversion und senken zugleich die Zahl der Rücksendungen.

Sollen wir die Produkte einschicken oder im Studio vorbeibringen?

Beides ist möglich. Kleinere Artikel werden oft eingeschickt oder vorbeigebracht und bei uns im Studio in Wien fotografiert. Dort sind Licht und Hintergrund nämlich voll kontrollierbar. Große oder empfindliche Ware nehmen wir hingegen auf Wunsch vor Ort auf. Wir stimmen zudem vorab ab, welche Ansichten nötig sind, damit alles in einem Durchgang entsteht.

Wem gehören die Produktfotos und wie dürfen wir sie nutzen?

Auch in der Produktfotografie bleibt das Urheberrecht am Foto gesetzlich beim Fotografen. Sie erhalten dabei klar definierte Nutzungsrechte für den vereinbarten Zweck, etwa Onlineshop, Amazon, Social Media oder Print. Den Umfang halten wir zudem schriftlich fest, damit später niemand rätselt, was erlaubt ist. Zeitlich unbegrenzte oder besonders breite Nutzung wird schließlich gesondert vereinbart.

Fazit: Bilder, die für Ihr Produkt arbeiten

Produktfotografie ist der Teil Ihres Auftritts, der am direktesten verkauft. Wer die richtigen Arten kombiniert, bekommt somit Bilder, die anklicken lassen, Vertrauen aufbauen und Retouren senken. Konkret sind das der Freisteller für die Artikelseite, das Moodbild für die Emotion sowie die Detail- und 360-Grad-Aufnahme gegen Zweifel. Zudem erfüllen sie die Vorgaben von Shop, Amazon und Katalog. Der Aufwand dafür ist überschaubar und amortisiert sich schließlich mit jedem verkauften Artikel. Gute Produktfotos altern zudem langsam, weil sie nicht auf Effekte setzen, sondern auf sauberes Licht und ehrliche Darstellung.

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